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  Die Mühle und das Kreuz    



Zwischen Real- und Animationsfilm: Die Geschichte von Peter Bruegels Bild über den Kreuzweg Christi erzählt - mit Rutger Hauer als berühmtem Maler.


Im Jahr 1564 erhält Pieter Bruegel (Rutger Hauer) von dem reichen Antwerpener Kaufmann und Kunstsammler Nicolas Jonghelinck (Michael York) den Auftrag, die Kreuztragung Christi zu malen. Er nimmt den Auftrag an, doch will er nicht eine weitere von unzähligen Versionen der Passionsgeschichte liefern, sondern etwas Besonderes schaffen: Ein Bild, das eine Vielzahl von Geschichten erzählt, und das groß genug ist, hunderte von Menschen aufzunehmen. Aber vor allem soll die Kreuzigungsgeschichte nicht im Heiligen Land, sondern in seiner flämischen Heimat spielen.

Also geht Bruegel zu den Menschen auf den Höfen, Feldern und Märkten, um nach diesen Geschichten in einem Land zu suchen, das unter spanischer Herrschaft steht, und in dem die Inquisitoren erbarmungslos wüten. Er hält alles in seinen Skizzen fest und beginnt auf diese Weise, die Schicksale von unzähligen Menschen virtuos miteinander zu verflechten ...

Die Mühle und das Kreuz ist eine intelligente und betörend schöne Adaption des weltberühmten Gemäldes "Die Kreuztragung Christi", der es im buchstäblichen Sinne gelingt, das Bild zum Leben zu erwecken und uns seine komplexe Bildsprache und versteckten Bedeutungen zu enthüllen. Von den großartigen Hauptdarstellern Charlotte Rampling, Rutger Hauer und Michael York getragen, wirkt jede einzelne Szene mit seiner detailgenauen Ausstattung und kunstvollen Komposition aus Licht und Farbe wie ein weiteres von Bruegel geschaffenes Gemälde. Ein Filmkunstwerk.


MYLN I KRZYZ; SE/PL 2011; Regie: Lech Majewski; Mit: Rutger Hauer, Charlotte Rampling, Michael York, Joanna Litwin, Dorota Lis, Oskar Huliczka, Bartosz Capowicz; ab 12 Jahren; poln. OmU; 92 Minuten


Filmpräsentation im Kommunalen Kino Pforzheim, Schlossberg 20


Montag, 09.01.2012, 18:30 Uhr und Samstag, 14.01.2012, 16:30 Uhr jeweils mit einer Einführung durch Claudia Baumbusch und in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft

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  Zeichnen bis zur Raserei - Der Maler Ernst Ludwig Kirchner    



Ich muss zeichnen bis zur Raserei, nur zeichnen. Nur arbeiten, arbeiten und an sonst nichts denken...


Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) war einer der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus und Mitgründer der Künstlervereinigung "Brücke". Die in der Berliner Zeit Kirchners entstandenen Straßenszenen und Schilderungen des Großstadtmenschen bilden Höhepunkte der expressionistischen Malerei. Der 1. Weltkrieg treibt ihn jedoch in tiefe Depressionen, und Kirchner zieht sich 1917 nach Davos in die Schweizer Berge zurück. Auch in seinen Gemälden überwiegen nun Themen aus der Bergwelt. Am 15. Juni 1938 begeht Ernst Ludwig Kirchner Selbstmord.


Das Portrait enthält nachgestellte Szenen aus dem Leben des Malers und Interviews mit Zeitzeugen. Der neue Film von Michael Trabitzsch, "La strada del marmo" (2001), erzählt die Geschichte der Steinbrecher von Carara.


DE 2001; Regie: Michael Trabitzsch; Mit: Maria Brak, Bernd Brenner, Britta Zorn; ab 0 Jahren; 86 Minuten


Filmpräsentation im Kommunalen Kino Pforzheim, Schlossberg 20


Samstag, 11.02.2012, 16:30 Uhr und Dienstag, 14.02.2012, 18:30 Uhr jeweils mit einer Einführung durch Claudia Baumbusch

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  Adopted    



Das Kunstprojekt zu europäisch-afrikanischen Patenschaften lief in diesem Jahr bereits erfolgreich auf mehreren Festivals.


Die Organisation ADOPTED vermittelt familiär bindungslosen, erwachsenen Europäern Pateneltern in Afrika. Großfamilien in Ghana warten bereits auf die bevorstehende Zusammenführung mit ihren neuen Familienmitgliedern.
Ludger aus Berlin hat erst vor kurzem von ADOPTED erfahren. Enttäuscht von seiner gefühlsarmen Umwelt, isoliert von Freunden und Familie, sucht er schon lange einen Ausweg. Zögernd nimmt er an ADOPTED teil und wird schneller als erwartet ausgewählt.
Thelma hingegen wartet schon ungeduldig auf den Moment der Abreise. Eine Familie in Accra (Ghana) hat bereits die Patenschaft für sie übernommen und sie ist froh, diese endlich kennen lernen zu können. Sie packt die Koffer, verschenkt ihre Möbel und fliegt los - vielleicht für immer.
Gisela ist ebenfalls unruhig. Das letzte Jahr war nicht einfach für sie, nach dem Tod ihres Mannes weiß sie nicht, wo sie hingehört. Sie fühlt sich alleingelassen in dem großen Haus und denkt über den Verkauf nach, um in ihre alte Heimat Schwaben zurückzuziehen. Im Radio erfährt sie von ADOPTED und nimmt Kontakt auf.
Der Film erzählt aus dem Leben der Protagonisten, ihrem Weg nach West-Afrika und einem Prozess erwarteter Annäherung sowie unvermeidbarer Missverständnisse.


Mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm in Höhe von 2000 Euro wurde "Adopted" von Rouven Rech, einem Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg, und Gudrun F. Widlok bei der 17. Filmschau Baden-Württemberg ausgezeichnet.


Germany / Ghana 2010; Buch und Regie: Gudrun F. Widlok, Rouven Rech; ab 0 Jahren; 92 Minuten


Filmpräsentation im Kommunalen Kino Pforzheim, Schlossberg 20


Dienstag, 06.03.2012, 19:00 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs und Samstag, 10.03.2012, 16:30 Uhr

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  Schön ist's im Labyrinth - George Grosz in Amerika    



George Grosz, aggressiver Kritiker und Karikaturist des Vorkriegsdeutschlands flüchtete vor den braunen Uniformen ins amerikanische Exil. Wie es ihm dort ergangen ist, schildert dieses Porträt eines bedeutenden Künstlers.


Dieser Dokumentarfilm über George Grosz wurde anlässlich des 50. Todestags des Künstlers realisiert. Mit seinen bissigen, teils satirisch überspitzten Gesellschaftsporträts wurde der Maler zu einem "enfant terrible" der 1920er Jahre. Man klagte ihn wegen Pornographie und Gotteslästerung an - dennoch (oder deshalb) war er einer der populärsten bildenden Künstler der Weimarer Republik. Tatsächlich verbrachte Grosz, der vor den Nazis flüchten musste, eine große Zeit seines künstlerischen Schaffens in den USA. In einer filmischen Collage aus Bildern und Texten von George Grosz, szenischen Revue-Elementen, Gesprächen mit seinen beiden Söhnen Peter und Marty sowie alten Freunden, bewegt der Film sich auf den Spuren von Grosz in New York, Long Island und Cape Cod.


DE 1991 ; Regie: Norbert, Christine Fischer-Defoy Bunge, Fischer-Defoy ; Mit: Heino Ferch ; ab 6 Jahren ; 98 Minuten


Filmpräsentation im Kommunalen Kino Pforzheim, Schlossberg 20


Dienstag, 17.04.2012, 18:30 Uhr und
Sonntag, 22.04.2012, 16:30 Uhr jeweils mit einer Einführung durch Claudia Baumbusch M.A.

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  Die Frauen des Impressionismus    



"Impressionismus ist weiblich" : Die Bilder von Berthe Morisot - Kollegin, Freundin und Modell von Edouard Manet - öffnen die Augen des Betrachters für die feminine Seite der wohl beliebtesten Stilrichtung der Kunstgeschichte.


Morisots Talent und das anderer Künstlerinnen wie Mary Cassatt und Eva Gonzales fordert aber auch eine Revision der Kunstgeschichte, die den Impressionismus als Domäne der Männer beschreibt, geprägt durch Künstler wie Edouard Manet, Claude Monet und Edgar Degas.
Berthe Morisot heiratete den Bruder ihres Mentors und Freundes Edouard Manet. Sie lebte und malte den Impressionismus von Beginn an mit, nahm an Ausstellungen teil.
Mary Cassatt, 1844 in einer reichen Familie in Pennsylvania geboren, hatte die seltene Möglichkeit Kunst zu studieren. In Paris lernte sie Degas kennen, der von ihren Fähigkeiten begeistert war.
Eva Gonzalès, Schülerin von Edouard Manet, starb in jungen Jahren, auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Sie hinterließ einige Aufsehen erregende Werke und hätte vielleicht ihren berühmten Lehrer noch einholen können.
Marie Bracquemond überflügelte ihren Ehemann, den bekannten Graveur Felix Bracquemond, in der Kunst - was zu heftigen Konflikten führte. Bracquemond behielt schließlich die Oberhand, und Marie hängte den Pinsel an den Nagel.
Dies zeigt, dass nicht nur das Leben der Frauen, sondern auch ihr künstlerischer Ausdruck begrenzt wurde. "Die Frauen des Impressionismus" setzt diese Künstlerinnen und ihrer Werke in Szene und reflektiert ihre ästhetische, historische und soziale Bedeutung.


Regie: Rudij Bergmann ; ab 0 Jahren ; 45 Minuten


Filmpräsentation im Kommunalen Kino Pforzheim, Schlossberg 20


Mittwoch, 09.05.2012, 19:00 Uhr und
Samstag, 12.05.2012, 17:00 Uhr jeweils mit einer Einführung durch Claudia Baumbusch M.A.

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