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  Art War    



Beeindruckende Dokumentation über die politisch starke Kunstszene Ägyptens seit dem arabischen Frühling.


Der arabische Frühling hat nicht nur die Gesellschaft aufgerüttelt, ihrem Wunsch nach Veränderung eine Stimme zu geben: auch die Künstler Ägyptens wurden auf den Plan gerufen. So geben sie der Revolution mit meterhohen Graffiti-Bildern, neuartiger Musik und beeindruckender Aufklärungskunst ein Gesicht. So auch in der bekannten Mohamed Mahmoud Straße in Kairo: Nach einer brutalen Straßenschlacht Ende 2011, bei der zahlreiche Demonstranten getötet wurden, besprühten Graffitikünstler die Häuserwände mit lebensechten Porträts der Gefallenen. Der Dokumentarfilm von Marco Wilms begleitete über zweieinhalb Jahre hinweg die ägyptische Kunstszene, die in neuem Glanz erstrahlt und der Anarchie eine neue Bedeutung verleiht. Begonnen mit dem arabischen Frühling 2011 über den Sturz Mursis und später der Muslimbrüder, ist die Kunst stets auch ein politischer Botschafter oder mehr noch: eine politische Waffe. Dem Zuschauer wird ein realistisches Bild der Ereignisse der letzten Jahre und ein tiefer gehendes Verständnis für die revolutionären Künstler vermittelt.


"Geradezu explodiert ist die Kreativität in vielen Vierteln von Kairo und Luxor nach dem Sturz Mubaraks im Frühjahr 2011. Diese lebendige Subkultur fängt Marco Wilms in fiebrigen Bildern ein. Der Filmemacher zeigt die Kunst als Mittel der Unterdrückten im Kampf gegen den Militärrat und als treibende Kraft, die noch lange nicht vollendete Revolution voranzutreiben." (Deutschlandfunk)


Auszeichnungen beim DOK Leipzig-Festival 2013 und beim FIPA-Festival 2014 in Biarritz


Deutschland 2013 ; Regie: Marco Wilms ; Mit: Ganzeer, Hamed Abdel Samad, Ammar Abo Bakr, Ramy Essam ; ab 12 Jahren ; 93 Minuten


Filmpräsentation im Kommunalen Kino Pforzheim, Schlossberg 20


Dienstag, 09. Dezember 2014, 19.00 Uhr und
Samstag, 13. Dezember 2014, 17.00 Uhr

Eintritt: 6,50€ , mit Koki−Karte 4,50€